Im menschlichen Körper nachgewiesene Chemikalien geben Anlass zu ernsthaften Bedenken hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Gesundheit. Eine bahnbrechende Studie, die am Dienstag, dem 17. September, in der Fachzeitschrift Environmental Health Science veröffentlicht wurde, unterstreicht die weit verbreitete Belastung mit einer Vielzahl von Chemikalien im Kontakt mit Lebensmitteln.
Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich analysierten in Zusammenarbeit mit der Wayne University in Detroit biologische Proben wie Urin, Serum und Muttermilch. Sie wiesen das Vorhandensein von mehr als 3.600 Chemikalien in Materialien nach, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen.
Ohne dass wir es merken, belasten Bisphenol, Phthalate und andere ganzjährige Schadstoffe unser Leben. Ob im Plasma, Blut oder sogar auf der Haut – wir sind von dieser Verschmutzung betroffen.
Die Belastung des Körpers durch Chemikalien
Am 17. September wurde eine bahnbrechende Studie in der Fachzeitschrift Exposure Science and Environmental Epidemiology veröffentlicht. Sie zeigt, dass unser Körper erheblich durch Chemikalien beeinflusst wird, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen. Sobald wir essen, nehmen wir Bestandteile auf, ohne es zu merken.
- Bislang wussten wir von einer Übertragung, aber wir hätten uns kaum vorstellen können, dass die Zahl bis zu 3.601 Chemikalien betragen könnte.
- Die Studie zeigt, dass 80 Substanzen als gesundheitsschädlich gelten.
- Ein Verband fordert strengere Vorschriften, um dieses Phänomen zu bekämpfen.
Verbraucher haben jedoch kaum Möglichkeiten, dagegen vorzugehen. Zwar ist es möglich, die Menge an Verpackungen im Alltag durch den Kauf von Großpackungen zu reduzieren, doch dieser Handlungsspielraum ist begrenzt. So können Sie beispielsweise auf Plastikwasserflaschen verzichten, die eine Ursache für die globale Umweltverschmutzung sind. Bei Weeplow bieten wir einen Schwerkraftfilter in Kombination mit einem Aktivkohlefilter an.
Diese Kombination reduziert die Schadstoffe im Leitungswasser um 99 %. Sie trinken dann viel gesünderes Wasser, ohne Ihrem Körper zu schaden. Tatsächlich sind Flaschen auch die Quelle von Mikroplastik.
Vorsicht vor mehrjährigen Schadstoffen (PFAS)
Zu den bedenklichen Stoffen gehören mehrjährige Schadstoffe (PFAS), Bisphenole, Phthalate, Schwermetalle, Pestizide und flüchtige organische Verbindungen. Diese giftigen Elemente, von denen einige als endokrin wirksam oder potenziell krebserregend, mutagen oder reproduktionstoxisch gelten, reichern sich im Körper an und stellen ein Risiko für die menschliche Gesundheit dar. Es gibt verschiedene Expositionswege: Lebensmittelverpackungen, Kochgeschirr und Antihaftbeschichtungen.
Diese Studie zeigt auch Lücken im wissenschaftlichen Wissen über die Auswirkungen vieler chemischer Substanzen auf unseren Körper auf. Birgit Geueke, eine der Autorinnen, betont die Notwendigkeit weiterer Forschung, um die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen besser zu verstehen und sicherere Alternativlösungen zu entwickeln.
Angesichts dieser alarmierenden Ergebnisse ist es unerlässlich, die Vorschriften zu verschärfen und den Schutz der öffentlichen Gesundheit zu verbessern, indem die Belastung mit schädlichen Chemikalien in unserer täglichen Ernährung begrenzt wird.
Was ist das größte Gesundheitsproblem?
Jane Muncke vom Food Packaging Forum wurde von Le Monde zu diesem Thema interviewt. Wir erfuhren, dass das besorgniserregendste Problem Bisphenol A betrifft. Es wird weiterhin in Plastikflaschen, Dosen und Konservendosen verwendet.
Zwar wurden Strategien entwickelt, um der Europäischen Union bei der Bekämpfung dieses Phänomens zu helfen, doch die Praxis ist oft schwieriger umzusetzen als die Theorie. Daher glaubt sie, dass Verbraucher weiterhin mit Bisphenol A infiziert werden.
Viele Produkte gelangen in unseren Körper, wie zum Beispiel Phthalate in Plastikflaschen, Druckfarben für Babynahrungsgläser und Melaminharze. Letztere sind in Plastikbesteck und sogar in antihaftbeschichteten Pfannen enthalten.
Wenn Sie beispielsweise Kuchenformen verwenden, belasten Sie Ihre Gesundheit mit Chemikalien.
Auf dem Weg zu einer neuen Lebensmittelgesetzgebung?
Die aktuellen Vorschriften zur Verwendung von Chemikalien in Lebensmittelkontaktmaterialien weisen Lücken auf. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und andere Regulierungsbehörden müssen Standards und Kontrollen stärken, um die Gesundheit der Verbraucher besser zu schützen. Diese Studie, die auf einer internationalen Zusammenarbeit zwischen dem Institute of Environmental Health Sciences der Wayne State University und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) basiert, bietet eine einzigartige Gelegenheit, diese Lücken zu schließen und wirksame Präventionsstrategien zu entwickeln.
Es ist Zeit zu handeln und konkrete Schritte zu unternehmen, um die Belastung mit gefährlichen Chemikalien in unseren täglichen Lebensmitteln zu begrenzen. Durch verbessertes Human-Biomonitoring, strengere Vorschriften und Investitionen in die Forschung können wir die mit diesen allgegenwärtigen Substanzen in unserer Lebensmittelumgebung verbundenen Gesundheitsrisiken besser verstehen und ihnen vorbeugen.
Wie können wir uns schützen?
Um die Belastung durch schädliche Chemikalien zu begrenzen, ist es wichtig, bewährte Praktiken anzuwenden: die Wahl sicherer Materialien für Lebensmittelverpackungen und Küchenutensilien. Verbraucher können ihre Belastung auch reduzieren, indem sie verarbeitete Lebensmittel meiden und stattdessen frische Produkte sowie Glas- oder Edelstahlbehälter bevorzugen.
Die Verantwortung sollte jedoch nicht allein bei Männern und Frauen liegen. Es ist dringend erforderlich, dass die europäischen Regulierungsbehörden und Hersteller konkrete Maßnahmen ergreifen, um die öffentliche Gesundheit besser zu schützen. Dies erfordert eine Verschärfung der Vorschriften für den Einsatz von Chemikalien in FCCs und die Entwicklung sichererer Alternativen. Es ist auch wichtig, die Quelle dieser schädlichen Substanzen leichter zu identifizieren.