
Die Forschung zu Nitraten und Krebs entwickelt sich noch, aber Wissenschaftler richten ihre Aufmerksamkeit zunehmend darauf, was eine langfristige Exposition durch Trinkwasser für die Gesundheit im...

Wasser ist für alles Leben auf der Erde unerlässlich. Dennoch wird es durch menschliche Aktivitäten auf vielfältige Weise verschmutzt: unbehandeltes Abwasser, industrielle Einleitungen, Plastikmüll, landwirtschaftlicher Abfluss, Unfälle und mehr. Diese Verschmutzungsquellen bedrohen sowohl die Verfügbarkeit als auch die Sicherheit des Wassers für gegenwärtige und zukünftige Generationen.
Kontaminiertes Trinkwasser kann Magen-Darm-Erkrankungen, Cholera, Typhus und andere ernsthafte Gesundheitsprobleme verursachen. Auch aquatische Ökosysteme sind direkt betroffen, was Fische, Pflanzen und die Biodiversität schädigt. Im Folgenden untersuchen wir die wichtigsten Schadstoffe im Wasser und ihre Herkunft.
Pflanzen benötigen Nährstoffe zum Wachsen, insbesondere Stickstoff und Phosphor. Stickstoff liegt in Formen wie Nitraten und Nitriten vor, während Phosphor häufig als Phosphat in Gestein und Boden vorkommt.
Die moderne Landwirtschaft verwendet stickstoffhaltige Düngemittel und Gülle, um die Ernteerträge zu steigern. Bei Regen werden überschüssige Nährstoffe in Flüsse und Grundwasser gespült.
Dies führt zu Eutrophierung – einem schnellen Algenwachstum, das den Sauerstoffgehalt im Wasser reduziert und das aquatische Leben bedroht. Überschüssige Nährstoffe können auch die Trinkwasserversorgung beeinträchtigen.
Im Vereinigten Königreich liegt die maximal zulässige Nitratkonzentration im Trinkwasser gemäß den Wasserqualitätsvorschriften bei 50 mg/L. Die Einhaltung der Standards wird vom Drinking Water Inspectorate (DWI) überwacht, das die öffentlichen Wasserversorgungen kontrolliert, um deren Sicherheit zu gewährleisten.
Organische Stoffe umfassen Substanzen, die von lebenden Organismen stammen, wie zum Beispiel:
Obwohl organische Stoffe natürlich vorkommen, kann übermäßiges organisches Material – insbesondere aus unbehandeltem Abwasser oder landwirtschaftlichem Abfluss – den Sauerstoffgehalt im Wasser beim Zersetzen erheblich reduzieren.
Dieser Prozess kann auch schädliche Bakterien, Viren und chemische Schadstoffe transportieren.
Mikroschadstoffe sind chemische Substanzen, die in extrem kleinen Mengen vorkommen – manchmal vergleichbar mit einem Zuckerwürfel, der in einem olympischen Schwimmbecken aufgelöst ist. Trotz ihrer geringen Konzentration können sie Ökosysteme, Infrastruktur und die Qualität des britischen Leitungswassers beeinträchtigen.
Persistente Chemikalien wie PFAS und Altlasten wie PCB sind besonders besorgniserregend aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit gegen Abbau.
Einige Mikroschadstoffe stören das endokrine (hormonelle) System. Die wachsende Forschung untersucht auch die Gesundheitsrisiken von Mikroplastik im Trinkwasser und in Nahrungsketten.
Flüchtige organische Verbindungen (VOCs) und bestimmte synthetische Chemikalien stehen im Zusammenhang mit einem erhöhten Krebsrisiko oder Fortpflanzungsproblemen.
Schwermetalle umfassen:
Diese Metalle kommen natürlich in Gestein und Boden vor, können aber auch durch Bergbau, Industrie, Müllverbrennung oder alternde Rohrleitungen ins Wasser gelangen.
In älteren britischen Gebäuden kann bleihaltige Rohrleitungstechnik noch zu Spurenverunreinigungen im Leitungswasser beitragen. Die öffentliche Wasserqualität wird von regionalen Wasserversorgern reguliert und regelmäßig unter Aufsicht des Drinking Water Inspectorate getestet.
Laut EarthWatch Europe besteht über ein Drittel des in europäischen Flüssen gefundenen Mülls aus Kunststoffabfällen von Konsumgütern.
Im Laufe der Zeit zersetzen sich Kunststoffe zu Mikroplastik. Die Forschung zu deren Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier ist im Gange, aber erste Ergebnisse werfen Bedenken hinsichtlich Entzündungen und Auswirkungen auf das Immunsystem auf.
Wasser kann als Transportmedium für schädliche Bakterien, Viren und Protozoen dienen. Diese Organismen können aus Abwassereinleitungen, Viehhaltung oder mangelhaften Aufbereitungssystemen stammen.
Zum Schutz der öffentlichen Gesundheit wird Trinkwasser im Vereinigten Königreich desinfiziert – typischerweise mit Chlor. Obwohl wirksam, sorgen sich manche Menschen um die Auswirkungen von Chlor im Trinkwasser.
Im Vereinigten Königreich stammt Trinkwasser aus Grundwasser (Aquiferen) und Oberflächenwasser (Flüssen und Stauseen) und wird dann von regionalen Wasserversorgern vor der Verteilung aufbereitet. Wasserversorger sind verpflichtet, regelmäßige Wasserqualitätsberichte für Kunden zu veröffentlichen.
Da Wasser eine Vielzahl von Verunreinigungen enthalten kann – von Pestiziden und Schwermetallen bis hin zu Industriechemikalien – erwägen viele Haushalte Filtersysteme, um die Wasserqualität zu Hause zu verbessern. Wenn Sie gängige Filtermethoden vergleichen, erklärt dieser Leitfaden die wichtigsten Unterschiede zwischen Umkehrosmose- und Schwerkraftwasserfiltern und wie jede Methode Verunreinigungen entfernt.
Erfahren Sie hier mehr darüber, wie Sie PFAS im Trinkwasser reduzieren können.
Das Verständnis gängiger Wasserverunreinigungen hilft Ihnen, fundierte Entscheidungen zu treffen. Obwohl das Leitungswasser im Vereinigten Königreich strenge Sicherheitsstandards erfüllt, bevorzugen einige Haushalte zusätzliche Filterung wegen Geschmack, Spurenverunreinigungen oder zur Beruhigung.
Schwerkraftbetriebene Filtersysteme mit Aktivkohle können viele häufige Verunreinigungen im Leitungswasser erheblich reduzieren.
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